Die erste Mehrtages-Tour in diesem Jahr führte 10 Teilnehmer der DAV-Ortsgruppe Freyung mit Tourenorganisatorin Rita Gell bei frühlingshaftem Wetter in den Naturpark Fichtelgebirge.
Abfahrt war am Sonntag um 06.00 Uhr in Waldkirchen mit einem Kleinbus und einem PKW über Regensburg und Marktredwitz zum Parkplatz am Waldhaus Karches am Karchesweiher. Dort angekommen führte der Weg zuerst über die B303 zum Quellenweg und bergauf durch den Wald vorbei am Hubertusbrunnen zum 1. Gipfel, dem Felsenturm Haberstein 923 m. Er liegt auf der Westflanke des Schneebergs, die von einem aus Granitfelsen bestehenden Blockmeer bedeckt ist. Der Gipfel bietet einen guten Blick auf den gegenüber liegenden Ochsenkopf und dessen Skisprungschanze. Vom Haberstein ging es weiter stetig bergan mit einigen markanten Felsen am Wegrand, wie den Christusfelsen, dem großen flachen Felsen und dem 1000-Meter Stein. Von der Schneeberg-Quelle war es nicht mehr weit bis zum 2. Gipfel, dem Schneeberg, mit 1051 m der höchste Berg im Fichtelgebirge. Der Gipfelbereich ist geprägt von militärischen Bauwerken, wie dem ehemaligen Fernmeldeturm der Bundeswehr, sowie einer Felsenburg, dem Aussichtstürmchen Backöfele. Nach einer ausgiebigen Fotopause bogen wir in einen felsigen Waldsteig ein, der uns zum 3. Gipfel, dem Nußhardt 972 m brachte. Wiederum eine gewaltige Blockhalde mit einer steilen, fast senkrecht stehenden Granitplatte mit Gipfelkreuz, daneben konnte man über Treppen zu einer Aussichtsplattform mit einigen muldenförmigen Vertiefungen, genannt Druidenschüsseln, gelangen. Unterhalb des Gipfels erkundeten einige Teilnehmer noch die Nußhardtstube, eine Überdeckungshöhle, die aus riesigen Felsblöcken gebildet wird. Der Weiterweg führte auf felsigem Weg bergab zum Seehaus wo bei Kaffee und Kuchen eine längere Pause eingelegt wurde. Danach war es nicht mehr weit durch Wald bergab zum Parkplatz Karches. Von hier fuhr die Gruppe in das Übernachtungsquartier nach Fichtelberg.
Nach dem Frühstück am zweiten Tag startete die Wanderung direkt vom Hotel zuerst durch die Ortschaft, dann vorbei an Granitformationen auf einem schönen Waldweg zum wunderschön gelegenen Fichtelsee. Entlang des Sees bis zu einem Parkplatz und auf dem Unteren Ringweg durch Wald und auf Forststraße führte der Weg bis zum Waldhaus Karches. Hier begann der wunderschöne steinige und wurzelige Wandersteig entlang des Weißen Mains mit kleinen Steinstufen, kleinen Wasserfällen und Wasserbecken, der nach ca. 2,5 km kurz vor der Talstation der Ochsenkopf Seilbahn endete. Vorbei an der Sommerrodelbahn und den Sprungschanzen schraubte sich der Weg im Zick-Zack und später auf einem steinigen Weg direkt bis zum Felsplateau des Ochsenkopfs 1024 m, wiederum mit herrlicher Aussicht. Nach der obligatorischen Foto- und Brotzeitpause ging es weiter zum Asenturm, der natürlich auch noch bestiegen wurde. In der Ochsenkopf Hüttn kehrte die Gruppe noch zu Kaffee und Kuchen ein, bevor man sich auf den Abstieg machte. Man folgte der Beschilderung Richtung Fleck mit blau-weißer Markierung zuerst auf der breiten Zufahrtsstraße, dann zweigte ein steiler und steiniger Pfad ab bis kurz vor Fleckl. Von dort ging es weiter auf dem Bocksgrabenweg, der ca. 4 km mit leichtem Gefälle um den Stock des Ochsenkopfes führte und vorbei am Kreuzweg des Kalvarienbergs im Hotel in Fichtelberg endete.
Der dritte Tag begann wieder mit herrlichem Wetter und die Gruppe fuhr mit dem Kleinbus und PKW zum Parkplatz bei der Freilichtbühne Luisenburg. Zuerst ging es zum Eingang des größten Felsenlabyrinths Europas, welches bereits um 1820 mit einer Steiganlage erschlossen wurde. Der blauen Markierung folgend führte der Hauptweg zum Alten Theaterplatz, zum Luisensitz, über die Burgtreppe zum Alten Schloss und zum Ludwigfelsen. Nach dem Goethefelsen und der Burgschlucht ging es weiter durch das kleine Labyrinth mit Teufelstreppe bis zu einem Rastplatz mit dem Luisenburg-Kreuz. Auf dem Weiterweg lohnten sich die kleinen Umwege zu den Felsformationen Kaiserfelsen, Burgsteinfelsen und Haberstein, die man jeweils über eine Treppe besteigen konnte. Die Wanderung führte zuerst durch Laubwald, dann durch Fichtenwald und zum Schluss über felsige Steige und Wurzeln zum Kösseinehaus (leider geschlossen) mit dem Kösseine Gipfel- und Aussichtsturm 939 m mit einmaligem Rundblick über das Fichtelgebirge. Nach dem Genießen der Aussicht und der mitgebrachten Brotzeit wanderte man auf demselben Weg zurück bis zum Rastplatz und von dort auf dem Weg mit der roten Markierung wieder durch beeindruckende Granitformationen, Treppen und niedrige Durchschlupfe zurück zum Parkplatz. Von hier trat die Gruppe die Heimfahrt an und erreichte nach einer Kaffeepause in der Waldnaabtal-Raststätte nach drei herrlichen Wandertagen im Fichtelgebirge gesund und wohlbehalten wieder Waldkirchen.
Bericht: Rita Gell
Fotos: Ortsgruppe