Und wieder ruft der Traunsee im Salzkammergut mit seinen an das Ufer grenzenden Bergen, die einladen zum Erwandern und zum Besteigen. So war die DAV- Ortsgruppe Freyung bereits vor Jahren mehrmals auf dem Traunstein mit seinen 1691 m Höhe und in den letzten Jahren auch auf dem kleinen Bruder des Traunstein, am Katzenstein (1349 m) und auf dem Erlakogel (die schlafende Griechin mit 1575 m Höhe). So waren am Samstag, den 12. September, dann die Berge am Westufer zur Besteigung an der Reihe. Am Edeka- Parkplatz in Waldkirchen trafen sich die angemeldeten Teilnehmer um 6.00 Uhr morgens, um die 3- stündige Fahrt bis kurz vor Ebensee anzutreten. Bereits an der Uferstraße führte der Weg über Geländestufen steil bergauf, anschließend durch lichten Wald, vorbei an einzelnen Häusern, die verstreut im Wald liegen, bis dann die Abzweigung zum Kleinen Sonnstein (923 m Höhe) passiert wurde. Nach etwa 500 m Aufstieg, wurde auf dem Gipfel mit toller Aussicht eine kurze Rast eingelegt, bevor der Weg wieder zurück ging bis „Ludleben“ und von dort ging es nun weiter aufwärts bis zum Großen Sonnstein, der mit seinen 1037 m wieder ein tolles Panorama bot. Ab hier ging es zuerst felsig in lichtem Wald abwärts bis ins Zentrum von Ebensee. Am Gmundnerberg hatte Tourenführer Josef Schwaiberger das Gasthaus „URZN“ für die Teilnehmer gebucht.
Am zweiten Tag war dann eine einstündige Fahrt nach Altaussee geplant, um dort den Sandling mit 1717 m zu besteigen. Zuerst durch dicht bewachsenen Baumbestand, der sich mit zunehmender Höhe immer mehr lichtete. Es ging durch Latschengelände, bevor dann der teilweise versicherte Steig über Schrofengelände und über Felspassagen bis zum Gipfel führte. Nach einer kurzen Pause und dem obligatorischen Foto, ging es wieder auf überwiegend seilversicherten Fels- und Waldsteigen (wie geplant) zurück zum Ausgangspunkt am Salzbergweg in Altaussee. Am Abend im Gasthaus Urzn war nach einem schmackhaften Abendessen schon klar, dass der nächste Tag regnerisch sein wird und der Feuerkogel im Höllengebirge wohl ausscheidet, deshalb war dann die Diskussion am Tisch: „wo gehen wir am nächsten Tag hin?“. Der Tourenleiter hatte natürlich einen Vorschlag parat: „Wollt ihr ins Schaubergwerk in Altaussee gehen?“ Prompt war die Zustimmung da und der nächste Tag war ausgefüllt. So ging am letzten Tag die Fahrt wieder nach Altaussee, um an der Bergwerksbefahrung mit Führung teilzunehmen. Mit vielen neuen Eindrücken über die Historie des Bergbaues und über die Einlagerung von Kunstgegenständen im Dritten Reich und über den Trocken- und Nassabbau des Salzes konnten alle viel berichten.
So war es ein ausgefüllter Tag im Rahmen der ausgeschriebenen Tour, die dann während der Heimfahrt noch einen Zwischenstopp im Gasthaus/Metzgerei Gruber notwendig machte, bevor die Heimfahrt nach Waldkirchen um etwa 18.00 Uhr gutgelaunt beendet wurde.
Bericht: Josef Schwaiberger
Fotos: Ortsgruppe