Bei optimalen Wetterbedingungen mit Sonnenschein, führte eine schöne Sektionstagestour der DAV-Ortsgruppe Freyung, Anfang Mai, eine Wandergruppe durch das Tal des Naturjuwels Höllbachgespreng hoch zum Großen Falkenstein.
Um 8.30 Uhr war beim Brodingerparkplatz in Freyung Abfahrt zum Parkplatz Scheuereck. Von dort aus ging es mit dem versierten Tourenführer Franz Uhrmann auf dem „Silberblattweg“ los in Richtung Höllbachklause auf 974 Höhenmeter. Eingebettet in den urwüchsigen Wald bot der kleine See zur „Höllbachklause“ eine besonders schöne Kulisse. Auf dem dortigen Sitzplatz ließ sich die Ruhe des Waldes mit einer kleinen Rast und Brotzeit, besonders genießen. Weiter in Richtung Gipfel ging es über einen Stein- und Wurzelweg zur „Schwelle-Gspreng“ auf 1043 Meter.
Der Höllbach durchströmt ein Blockmeer aus Granitsteinen. Er entspringt in einer Geländemulde an den Hängen des Falkenstein und stürzt im Höllbachgespreng, einem der ursprünglichsten Schluchten des Bayerischen Waldes, mit seinen steilen, hohen Gneis-Felsbastionen aus in mehreren Kaskaden und Wasserfällen sowie zahlreichen Rinnsalen hinunter zur Höllbachschwelle. Ab der Schwelle wurde der Weg „Heidelbeere“ bis zum Falkensteingipfel gewählt. Dieser führte vorbei an beeindruckenden, haushohen wilden Felsformationen.
Angekommen beim Gipfelkreuz Falkenstein auf 1315 Höhenmeter, bot sich den Tourengängern ein traumhafter Panoramablick über die Bayerwald- und tschechische Nationalpark-Landschaftsregion. Dieser Blick war aber nur einer von vielen weiteren eindrucksvollen Landschaftsaussichten, die sich boten. Nach dem obligatorischen Gipfelkreuzgruppenfoto suchte sich die Gruppe ein Plätzchen zur Einkehr im Falkenstein Schutzhaus Restaurant bei Claudia und Michi und genossen unter anderem ihren legendären Kaiserschmarrn.
Nächster Wanderabschnitt: Als weiteres Highlight bot sich dabei der Rückweg über die „Silberblattroute“ an, der führte zur Rodungsinsel „Sulzschachten“ auf 1230 Höhenmeter. Letzte Schneereste säumten dort noch den Weg. Weiter ging es am ursprünglichen, tief eingeschnittenen Bett des Höllbaches entlang, gesäumt mit beeindruckendem Fichten-Buchen-Baumbestand. Mit interessanten Einblicken über Fauna und Flora entlang des Weges vom Tourenführer Franz Uhrmann, gelangte die Gruppe wohlbehalten zum Parkplatz zurück.
Auf der Rückfahrt kehrte ein Teil der Gruppe noch im einzigartigen Kleinod „Bauerhausmuseum – ein typisches Waldlerhaus, 1582 erstmals urkundlich erwähnt“ in Lindberg, zu Kaffee und Zimtschnecken ein - was zur schönen Wandertour zudem noch spannende Einblicke in das Leben vergangener Generationen bot und somit den Tag perfekt abrundete.
Bericht: Reinhilde Schreiber
Fotos: Ortsgruppe